Vier Wochen sind vergangen und ich bin immer noch nicht entspannt. Ständig starre ich auf ihren Bauch, taste ihn ab, überprüfe die Zitzen. Vor vier Wochen hatten wir Besuch vom „Dorfdecker“ Rex, einem Buchaer Terrier, der allen läufigen Hündinnen fortwährend Besuche abstattet. So auch meiner Luna am Dienstag nach Pfingsten. Irgendwo im Zaun musste ein Loch gewesen sein, dass ich übersehen hab und schwups war er im Garten und ich habe es erst nach 15 Minuten bemerkt. Hat das gereicht? Bitte!!! Allein die Vorstellung demnächst 10 Welpen versorgen zu müssen, treibt mir die Schweißperlen auf die Stirn.
Nun aber brauche ich Gewissheit, sonst werden die Kleinen auf französischem Hoheitsgebiet geboren. Zum Glück wohnt meine Schwester auf dem Hof eines Tierarztes und der kann mir sicher helfen. Unser erster Stopp ist also Delkenheim bei Heike, die ihren Geburtstag feiert. Reinhard der Tierarzt tastet und meint: „Äh, ja… hm… könnte auch eine Scheinträchtigkeit sein!“ Waaaaas?! Ich hyperventiliere!!! 10 Minuten später stehen wir am OP-Tisch seiner Praxis.

Nein, eine OP ist nicht geplant, aber Bluttest und Ultraschall sollen Sicherheit bringen. Luna ist mega brav und erträgt Intimrasur und Blutabnahme sehr geduldig.


Nach 20 Minuten kann ich wieder normal atmen: Entwarnung zu 99%. Nix zu sehen. Das fehlende Prozent klärt der Bluttest… mein Blutdruck normalisiert sich. Zum Glück! Nun kann das Fest beginnen! Die Gäste kommen, der Rost brennt und alle anwesenden Hessen freuen sich über Thüringer Bratwürste. Der Abend ist lau und das nächste Glas Wein gehört mir.




